NEOS starten mit Arbeitsgruppe CSR

CSR-Dialog unterstützte den Kick-off-Workshop

Wie soll eine CSR-Politik in Österreich gestaltet werden und welche Maßnahmen soll der Nationale Aktionsplan (NAP) CSR beinhalten? Dazu veranstalteten die NEOS am 28. Oktober 2014 einen offenen Workshop. Das Team des CSR-Dialogs unterstützte sie dabei. Erste Arbeitsschwerpunkte wurden identifiziert. Ab sofort erarbeitet eine eigene „Arbeitsgruppe Unternehmerische Verantwortung (CSR)“ konkrete Inhalte für die künftige CSR-Politik.

NEOS Lab, 28.10.2014

NEOS Lab, 28.10.2014

CSR-Sprecher im Parlament ist NAbg. Niko Alm. Die Leitung der Arbeitsgruppe übernimmt Christian Führer. Die Treffen finden im NEOS Lab, im siebenten Wiener Gemeindebezirk, statt und sind für alle interessierte ExpertInnen und BürgerInnen offen. Anmeldungen unter christian.fuehrer@neos.eu oder +43 680 1338410.

Die Initiative ist ein Ergebnis des Polit-Talks, der am 18. Juni 2014 stattfand und zu dem der CSR-Dialog alle im Parlament vertretenen Parteien eingeladen hatte. Abgeordnete der ÖVP, Grünen, NEOS und Liste Stronach nahmen daran teil.

Der CSR-Dialog unterstützt den öffentlichen Diskurs über CSR-Politik. Dazu wird u.a. Politik, Parteien, Interessensvertretungen, Unternehmen und Zivilgesellschaftlichen Organisationen Unterstützung bei der Gestaltung ihrer Positionen, Aktionen und Initiativen geboten. Auf der Website www.csrdialog.at finden sich neben dem aktuellen Entwurf des CSR-Aktionsplans, Kommentaren und Hintergrundpapieren auch die CSR-Positionen und -Programme der politischen Parteien inklusive Kontakte und ergänzender Links.

Was ist ihre Meinung dazu?

2 Kommentare

  1. Peter-Christian Paltinger

    Fair geregelte Arbeitszeitgesetze sind eine Vorraussetzung für jede Gesellschaft und auch für die Gleichberechtigung von Frauen. Ich bin gegen die klassische Männergesellschaft in der wir Männer uns das Recht für uneingeschränkte Arbeitszeiten nehmen. Eine faire Regelung würde Gleichberechtigung im privaten sowie beruflichen Leben nachhaltig fördern. Leider wurde dieses Thema von Herrn Strotz wie folgt zitiert: „Das sehe ich anders. Ich war selbst Unternehmer und hatte Personalverantwortung für 17 Mitarbeiter. Ich habe mich in all den zwölf Jahren als Unternehmer nie für Arbeitszeitgesetze interessiert. Wir haben uns das untereinander auf Augenhöhe sehr gut ausgemacht.“ laut Standard Interview 18.10.2104 mit Katrin Burgstaller http://derstandard.at/2000006976952/Strolz-Kampfeuphorie-der-Maenner-wurde-tausendjaehrig-gezuechtet

    Corporate Social Responsibility

    1. Miriam Reinartz

      Sehr geehrter Herr Paltinger,

      nicht die Arbeitszeiten an sich sind bzgl. einer Gleichberechtigung von Männern und Frauen problematisch, sondern die Arbeitsweise. Hier könnten Unternehmen einige Änderungen für mehr Familienfreundlichkeit vornehmen. Beispielsweise könnten Meetings tendenziell eher am Vormittag stattfinden, so dass Personen in Erziehungsverantwortung (also nicht nur Frauen, sondern auch mehr und mehr Männer) am Nachmittag flexibler sind. Das ist zum Beispiel in nordischen Ländern längst Betriebskultur. Flexible Arbeitszeiten können so also auch gerade für Personen mit Familie ein Vorteil sein, das darf man nicht vergessen. Die Diskussion sollte man also prinzipiell nicht in Hinblick auf Arbeitnehmer_innenschutz führen, da dieser selbstverständlich auch bei flexiblen Arbeitszeiten gegeben sein muss. Wenn ein Unternehmen, wie dies Herr Strolz in dem Artikel beschreibt, eine für alle Mitarbeiter_innen passende Regelung findet, dann ist das doch eine gute Sache und hat nichts mit Ignoranz oder Desinteresse für Arbeitnehmehr_innenrechte zu tun. Es ist ganz im Gegenteil sogar ein produktives Miteinander auf Augenhöhe, von dem alle profitieren.
      Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben.
      Bei weiteren Fragen können Sie sich auch gerne per Mail an mich wenden: miriam.reinartz@neos.eu

      Mit freundlichen Grüßen

      Miriam Reinartz
      Parlamentarische Mitarbeiterin des Nationalratsabgeordneten Niko Alm, NEOS